Wir haben es gerockt: „Close The Gap“ ist offiziell gestartet.

Heinz Hofstaetter
6. Oktober 2026

Wir haben es gerockt: „Close The Gap“ ist offiziell gestartet.

Oder: Wie man aus Gönnerlaune eine Rechtsgrundlage macht.

Es gibt Tage, an denen man als Finanzberater das Gefühl hat, die Welt bestehe ausschließlich aus Zinskurven, Tilgungsplänen und Gemeinderatsbeschlüssen. Und dann gibt es Tage wie diesen.

Unser Forschungsprojekt „Close The Gap“ wurde von der Republik Österreich über die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft nicht nur gefördert, sondern mit den höchsten Bewertungen ausgezeichnet. Ich gebe zu: Ich habe die Nachricht zweimal gelesen. Beim dritten Mal laut. Beim vierten Mal hat mich jemand gebeten, damit aufzuhören.

Worum geht es?

Um ein Thema, das so alt ist wie die Gemeinde selbst und trotzdem erstaunlich wenig geregelt: philanthropische Finanzierungen, auf gut Österreichisch Gönnerfinanzierungen.

Jeder Bürgermeister kennt das: ein wichtiges Projekt, etwa in der kommunalen Mobilität, und eine Finanzierungslücke. Dann gibt es Menschen, Stiftungen oder Unternehmen, die sagen: „Wir würden ja helfen.“ Und das große Rätselraten beginnt. Darf die Gemeinde das annehmen? Wie wird das verbucht? Was sagt die Aufsicht? Und was sagt die Tante vom Vizebürgermeister?

Genau hier setzen wir an. Unser Ziel sind klare Regeln, damit solche Finanzierungen künftig einfacher, rechtssicher und transparent umgesetzt werden können. Gute Absichten sollen nicht länger an Unklarheiten scheitern.

Und die Projekte?

Städte und Gemeinden sind zentrale Akteure der Mobilitäts- und Klimawende, stehen jedoch unter starkem finanziellem Druck. Die Kommunalbefragung 2026 zeigt, dass fehlende Budgets die größte Hürde darstellen. Gleichzeitig steigen Investitionsbedarfe, während Klimawandel und Transformation soziale Ungleichheiten verschärfen.
CloseTheGap entwickelt neue Ansätze zur Mobilisierung zusätzlicher Finanzierungsquellen für kommunale Transformationsprojekte. Im Fokus stehen insbesondere philanthropische und alternative Finanzierungsmodelle, für die in Österreich bislang geeignete, übertragbare Strukturen fehlen.

Auf Basis eines Mixed-Methods-Designs (u.a. Deskresearch, Interviews, GIS-Analysen und Co-Creation) wird ein praxisorientierter und ethisch fundierter Ordnungsrahmen erarbeitet und in Demonstrationsstädten unter Realbedingungen getestet. Das Projekt verbindet erstmals Finanzierung, Governance, Recht und Ethik in einem integrierten Modell für Kommunen in Österreich und erprobt dieses direkt in der Praxis.

Wer ist dabei?

Unter der Leitung von netwiss arbeiten unter anderem die Universität Graz, die Stadt Klagenfurt, die Stadt Eisenstadt und die Stadt St. Pölten sowie weitere namhafte Berater wie INFINA, Unternehmen und Institutionen. FRC – Finance & Risk Consult bringt die Erfahrung aus der Begleitung von rund 300 Gemeinden ein.

Unterstützt wird das Projekt unter anderem vom Verband für gemeinnütziges Stiften und vom Österreichischen Städtebund. Wissenschaft, Praxis, Städte und Stiftungswesen an einem Tisch, mit Kaffee, Wasserkaraffen und beachtlich vielen Laptops.

Der Start: verheißungsvoll

Das Kick-off war genau das, was man sich wünscht: konzentriert, konstruktiv und mit erstaunlich vielen lachenden Gesichtern für ein Projekt, dessen Arbeitspakete bis 2029 durchgetaktet sind. Am Ende sollen ein Praxisleitfaden, ein Toolkit mit Musterverträgen und Checklisten, Schulungskonzepte und eine Pilotphase mit ausgewählten Kommunen stehen. Also nicht nur Papier, sondern Werkzeug.

Danke

Mein Dank gilt allen Projektpartnerinnen und -partnern, allen Teilhabenden und Unterstützern. Ganz persönlich danke ich allen, die an diese Idee geglaubt haben, bevor sie einen Förderbescheid hatte. Ihr wisst, wer ihr seid. Der besondere Dank geht an den Projekt Lead, netwiss.

Und jetzt?

Jetzt geht es an die Arbeit, ernsthaft, gründlich und mit Freude, zum Wohle der Gemeinden. Denn wenn Menschen bereit sind, für ihre Gemeinde Gutes zu tun, soll das nicht an Formularen scheitern.

Wir werden es rocken. Eigentlich haben wir schon damit angefangen.

Mehr zum Projekt z.B. bei tbw research. Die eigene Projektseite ist gerade im Bau.

Mag. Heinz Hofstaetter, FRC – Finance & Risk Consult GmbH

Kennen Sie schon unseren modularen Produktbaukasten bei kommunalen Finanzierungen ?

Ausschreibungsservice [Modul AS]*

Kommunen müssen laufend investieren und Kommunalfinanzierungen bleiben im Fokus der Banken. Unser laufendes Ausschreibungsservice für Neufinanzierungen und Umschuldungen ist bekannt. Der Kanal ist neu. Die FRC-Kreditplattform ist für alle Kommunen zugänglich. Hier hat jede Kommune die Möglichkeit, ihre Ausschreibungen zu organisieren, ohne auf unsere Beratungsleistungen zu verzichten.

* auch für Spareinlagen

Portfoliomanagement [Modul PM]

In der Folge betreuen wir auch gerne Ihre bestehenden Kommunalfinanzierungen. Ein laufendes Finanzierungscontrolling für die bestehenden Finanzierungen ist die Basis für ein effizientes Finanzierungsportfolio.


FRC ist der wesentliche und nachhaltige Dienstleister in Österreich zum Thema kommunale Finanzierungen und verfügt über maßgeschneiderte Angebote und Analysetools. Unser Leistungsspektrum erstreckt sich von der laufenden Betreuung des bestehenden Finanzierungsportfolios (Modul Portfoliomanagement) bis zur Neuausschreibung (Modul Ausschreibungsservice). Ein umfangreiches Berichtswesen rundet unser Service ab. Damit erfüllen unsere Kunden stets Ihre externen Vorgaben hinsichtlich interner Kontrollen und gesetzlicher Regelungen.

Eine maßgeschneiderte Unterstützung („Financial Engineering“) kann die Effizienz bei den Gemeindefinanzen deutlich erhöhen. Umgelegt auf alle Gemeinden in Österreich sprechen wir hier von Einsparungen in der Höhe von einigen hundert Millionen Euro. Durch die Zusammenfassung größerer Volumina bzw. durch unsere hohe Marktdurchdringung entsteht der FRC Pooling-Effekt.

ANFRAGE

FRC | KOMMUNAL | DIGITAL

COVID-19 & Gemeindefinanzen: Sonderrabattierung bei Kreditausschreibungen - verlängert

Negative Zinsindikatoren und unsere Erfahrungen bei Kreditverträgen für Gemeinden

Das Kommunal - Update 2/2020 negative Zinsindikatoren Gemeinden

UNSERE LEISTUNGEN

Ihre Finanzierung ist unsere Aufgabe!

„Podcast FRC ON AIR“

In regelmäßigen Folgen informieren wir, worauf es bei der Optimierung des Finanzierungsportfolios und bei der Digitalisierung des Gemeinde-haushalts ankommt und wie wir Sie als ausgelagerte Finanzabteilung und Sparring-Partner dabei entscheidend unterstützen. Nebenan finden Sie die jeweils aktuellste Folge zum Reinhören.

Über Heinz Hofstaetter

Heinz Hofstaetter ist seit 2016 Geschäftsführer der FRC-Finance & Risk Consult GmbH. Als Betriebswirt mit Abschluss an der Wirtschaftsuniversität Wien und als Bankkaufmann begann er seine berufliche Laufbahn bei KPMG in Frankfurt am Main in den Bereichen Industrie, Anlagenbau, Lebensmittel, Banken und Corporate Finance.

Es folgte der Einstieg in das Bank- und Kapitalmarktgeschäft bei der Bank Austria Investmentbank in Wien. Als langjähriger Prokurist und Vorstand der HYPO NOE im Bereich Finanzierung (Public Finance, Real Estate, Project Finance) mit einer Bilanzsumme von ca. 15 Mrd. und als Geschäftsführer von zwei Investmenthäusern in Österreich beschäftigte er sich intensiv mit den Themen Finanzierung und Kapitalmarktanlagen. Er war unter anderem verantwortlich für ein diversifiziertes Portfolio von Assets under Advisory von 6,5 Mrd. EUR in allen Vermögensklassen.

Darüber hinaus hat Herr Hofstaetter bis 2008 eine nachhaltige Verbriefungsplattform für langfristige Vermögenswerte aufgebaut. Das Setup einer Bewertungsplattform von 2009 bis 2015 für komplexe Finanzinstrumente in Frankfurt am Main rundet seine universelle Ausrichtung ab.